Campus interaktiv: Wo ist was?

Campus interaktiv: Wo ist was?

Wisst ihr, wo die Campus von der Uni Freiburg zu finden sind? Und wisst ihr auch, was diese so ausmacht? Wir zeigen euch anhand einer Landkarte, wo diese zu finden sind. Studierende der verschiedenen Campus sagen, wo es den für sie besten Kaffee gibt und was man noch alles über einen Campus wissen sollte.

Tipp: Um die einzelnen Beiträge zu den verschiedenen Campus zu lesen, bitte auf die Icons klicken.

Institutsviertel

Im Institutsviertel befinden sich die naturwissenschaftlichen Fakultäten, wie zum Beispiel Chemie und Physik. Der Campus hat darüber hinaus eine eigene Mensa. Öffentliche Einrichtungen, wie das St.-Josefs-Krankenhaus und ein Spielplatz, sind ebenfalls auf dem Gelände.

Melanie hat in Würzburg Pharmazie studiert und macht ihren Doktorand in der Pharmazeutischen Technologie in Freiburg.

Da ich nicht in Freiburg studiert habe, sondern als Doktorandin hier bin, brauche ich nicht den Lernplatz schlechthin. Allerdings stelle ich es mir schön vor, irgendwo am Kanal, der den gesamten Campus durchzieht, zu lernen.

Meinen Kaffee trinke ich vor allem im Sozialraum des Pharmazie-Gebäudes. Das Hochcafé im Herderbau ist aber für Kaffee Liebende auf jeden Fall mal einen Besuch wert.

Ich finde an dem Campus den Kanal besonders schön. Außerdem hat man zum Beispiel vom Physik-Turm eine tolle Aussicht und der Innenhof vom Herderbau ist toll gestaltet. Besonders interessant ist, dass neben den Unigebäuden sich auch das Hochsicherheitsgefängnis befindet. Da man von dem Sozialraum aus, wo ich immer Kaffee trinken gehe, direkt auf den Gefängnis-Innenhof schauen kann, nennen meine Freunde und ich ihn liebevoll Café Knastblick.

Allerdings sind schon viele der Gebäude, auch das der Pharmazie, schon recht alt und müssten saniert und erneuert werden. Insgesamt finde ich das Institutsviertel aber sehr schön, gerade wegen den vielen Grünbereichen.

Für mich ist der Mathe-Hörsaal im Rundbau der schönste Hörsaal. Die Architektur der Decke ist dem Aufbau eines menschlichen Oberschenkelknochens nachempfunden.

Biologie Fakultät

Die Biologische Fakultät liegt etwas entfernt des Stadtzentrums. Das Herzstück des Campus ist der schöne Botanische Garten. Außen herum sind die verschiedenen Institute, wie Biologie I (Zoologie), Biologie II und III, sowie das Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA), Gewächshäuser und ein paar Außenkliniken der Uniklinik.

Anja studiert Biologie und Germanistik auf Lehramt im 10. Semester.

Ich kann am besten in der neu renovierten Bibliothek im Institut von Biologie II lernen. Die Bibliothek in der Zoologie ist aber auch sehr schön als Lernort, denn in dem Rundbau mit der Galerie fühle ich mich manchmal wie in einem Leuchtturm. Im Außenbereich mit Blick auf den Schwarzwald lässt sich außerdem so manches gute Pausengespräch führen. Am schönsten ist aber immer noch der Botanische Garten, den kann nichts toppen.

Kaffeeliebhaber halten sich am besten an den mobilen Kaffeewagen, der mittlerweile direkt auf den Campus fährt. Zwar ist der Kaffee dort etwas teurer, aber es lohnt sich, denn der Geschmack ist hervorragend. Ansonsten kann ich auch das Café Bohne der Katholischen Hochschule oder den Bäcker direkt um die Ecke empfehlen.

Zu bemängeln ist, dass es zu wenig große Lernräume gibt, in denen auch Gruppen einen Platz finden, um sich in Normallautstärke unterhalten zu können. Für das gemeinsame Arbeiten wären auch Lernzellen, die man für Gruppen buchen kann, von Vorteil. Erste Bemühungen dahingehend sind in der Zoologie zu sehen. Wirklich überzeugend ist das Angebot jedoch bisher nicht. Aus dem Unialltag in Norwegen kenne ich zudem kleine „Einzellernzellen“ und so etwas wie einen Ruhe- beziehungsweise Gebetsraum. Wenn es so etwas auch an der Biologie gäbe, hätte sicherlich so mancher Doktorand weniger auffallende Augenringe.

Der schönste Hörsaal ist eindeutig in dem Zoologie-Gebäude im ersten Stock. In dem modernen Saal haben etwa 60 Personen Platz. Außerdem ist der Raum technisch gut ausgestattet und die Bistrotische direkt davor laden ein, um nach der Vorlesung mit dem Dozenten ins Gespräch zu kommen.

Universitätszentrum Geisteswissenschaften

Der Geisteswissenschaftliche Campus ist direkt am Stadttheater von Freiburg, also mitten in der Stadt. Er besteht aus vier Kollegiengebäuden, dem KG I, in dem sich das Audimax, der größte Hörsaal der Uni, befindet, dem KG II, KG III und KG IV. Zwischen KG I, II und III befindet sich der Platz der Weißen Rose und an ihn angrenzend zwei Cafés der Universität, das Europa Café und das Café Senkrecht. Auch die neue Universitätsbibliothek und die Mensa in der Rempartstraße gehören zum Geisteswissenschaftlichen Campus. Im Moment ist der Campus jedoch leider von einer Baustelle umgeben, denn zwischen der Unibibliothek und den Kollegiengebäuden wird eine Fußgängerzone errichtet.

Lucie studiert Deutsche Literatur und Sprachwissenschaften im 9. Semester und Kunstgeschichte im 3. Semester.

Ich lerne meistens im Deutschen Seminar (KG III), da es dort genug Arbeitsplätze gibt und eine ruhige Atmosphäre herrscht. Nicht so wie in der UB, denn dort findet man oft keinen freien Platz mehr.

Meinen Kaffee hole ich am liebsten im Café Senkrecht – einfach lecker dort.

An den Gebäuden gefällt mir die Mischung zwischen Alt und Neu besonders gut. Die verschiedenen Baustile ergänzen sich gut und geben ein tolles Bild ab. Auch finde ich super, dass der Campus so zentral ist und die Informationsbeschaffung leicht ist, weil alles sehr nahe beieinander liegt.

Meiner Meinung nach sollte es aber mehr Sitzplätze geben, um ungestörter lernen zu können. Außerdem sollten die Hörsäle mehr Steckdosen haben.

Am schönsten finde ich die Prometheus-Halle (KG I) und das Audimax (KGII), da die Größe dieses Hörsaals sehr beeindruckend ist und am meisten Universitätscharakter ausstrahlt.

Insitut für Sport

Auf dem weitläufigen und sehr grün bewachsenen Sport-Campus gibt es sehr viele Sporthallen und auch Räume mit einer Spiegelwand, zum Beispiel für Tanzstunden. Eine Tennisanlage und ein Beachvolleyballfeld sind dort ebenfalls zu finden. In dem Gebäude gibt es nur zwei Hörsäle und einen Raum, der als Bibliothek genutzt wird. Da PCs natürlich nicht fehlen dürfen, wurde auch hierfür extra ein Raum am Institut eingerichtet, zu dem die Studierenden freien Zugang haben. Außerdem verfügt das Institut über ein Universitäts-Stadion und einen Olympiastützpunkt. Letzterer dient hauptsächlich dazu, Nachwuchsspitzensportler und deren Trainer zu fördern und sie bei ihrer Weiterentwicklung, zum Beispiel für die Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften, zu unterstützen.

Romy studiert den polyvalenten Zwei-Hauptfach-Bachelor in Sport und Italienisch im 4. und 2. Semester.

Da der Campus nicht viele Hörsäle hat und diese beiden nicht gerade etwas Besonderes sind, ist für mich der beste Lernort an wärmeren Tagen auf der herrlich grünen Wiese neben dem Volleyballfeld. Was mir noch sehr gut gefällt, ist, dass sich die Lehrenden und Studierenden des Sportinstituts duzen – also herrscht ein relativ entspanntes Verhältnis.

Kaffee-Fans haben bei uns leider keine sehr große Auswahl, denn es gibt nur den in der Cafeteria. Was aber für den Campus spricht, ist, dass dort alles so schön grün ist und er direkt an der Dreisam liegt. Perfekt für einen entspannten Sommertag.

Super ist, dass das Institut ein eigenes Fitnessstudio hat. Die Studierenden der Uni Freiburg, der Pädagogischen Hochschule, der Katholischen und Evangelischen Hochschule, sowie der Hochschule für Musik, können sich dort anmelden und müssen als Mitgliedsbeitrag lediglich 50 Euro im Jahr zahlen.

Leider ist die Tribüne des Stadions schon etwas in die Jahre gekommen. Kurz gesagt: Sie ist bruchfällig.

Info

Es gibt Hoffnung für alle Tribünensitzenden: Demnächst soll die Tribüne des Stadions am Sportcampus saniert werden.

Technische Fakultät

Der Campus der Technischen Fakultät ist eine Mischung aus alten und neuen Gebäuden. Er setzt sich aus dem Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), dem Institut für Informatik (IIF) und dem neuen Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) zusammen. Es gibt eine Mensa mit Terrasse im Gebäude 82 und im Gebäude 101 eine fachspezifisch ausgerichtete Bibliothek. Der Campus hat eine direkte Straßenbahnanbindung, eigene Parkplätze, die sich Studierende mieten können und in der Nähe gibt es auch Studierendenwohnheime. Außerdem hat der Campus sehr viel Grünfläche. Besonders außergewöhnlich ist die Figur des „Startanflugs eines Käfers“ vor und im Gebäude 101. Vor dem Gebäude setzt der Käfer gerade zum Flug an, außen am selben Gebäude ist er gerade abgehoben und im Inneren fliegt er in der Luft.

Fabrizio studiert Informatik im 6. Semester.

Am liebsten lerne ich am PC-Pool und in kleineren Seminarräumen. Leider hat der Campus kein Café, weshalb Kaffeetrinker sich an den Automaten bedienen müssen. Es kommen allerdings ein bis zwei Mal die Woche Foodtrucks zum Campus, darunter auch ein kleiner Kaffeewagen namens APC-Kaffee, der sehr guten Kaffee hat.

Die Mischung aus neu und alt gefällt mir an dem Campus der Technischen Fakultät besonders gut und auch, dass er so großflächig ist. Was mich jedoch stört ist, dass es etwas wenig Rückzugsorte gibt, bei denen man alleine entspannen kann. Außerdem könnte man die vielen Grünflachen vielleicht durch ein paar Blumen verschönern.

Wenn ich einen Hörsaal als Besonders betiteln müsste, dann wäre es der Hörsaal im Gebäude 82, dem Mensagebäude, da dort die Stühle einfach bequemer sind. Im Gebäude 101 sind die Hörsäle jedoch interessanter benannt: Hörsaal 00 036 und 00 026 hören auf den Namen Schick-Saal und µ-Saal (Müh-Saal).

Info

Wo und Wann die Foodtrucks in Freiburg zu finden sind, kann man hier erfahren.

Uniklinik

Der Campus des Zentralklinikums der Universitätsklinik befindet sich im Stadtteil Stühlinger. Die Gebäude sind ringförmig um einen Park mit einem Teich angeordnet, weshalb der Campus „Lorenzring“ genannt wird. Hinter dem Gebäude der Inneren Medizin ist die Notaufnahme, auf dessen Dach sogar ein Hubschrauber-Landeplatz ist. Die Gebäude sind so miteinander verschachtelt, dass man nicht immer unbedingt das Gebäude verlassen muss, um zu einem anderen zu gelangen. Weitere Kliniken sind die Psychiatrie und die Hautklinik in Herdern sowie die medizinisch-theoretischen Institute in Herdern und im Institutsviertel.

Yannik studiert Medizin im 8. Semester.

Die Parkfläche in der Mitte des Campus finde ich besonders schön –im Frühling blüht es hier überall. Super praktisch ist auch, dass die verschiedenen Gebäude so nah beieinander liegen und sie zudem noch den alten Stil haben, der mir persönlich sehr gut gefällt.

Der schönste Hörsaal befindet sich in dem Gebäude der Frauenklinik. Er ist modern, hell und vor allem groß genug, sodass man beim Sitzen mit seinen Knien nicht an der Rückenlehne des Vordermanns anstößt.

Meinen Kaffee hole ich am liebsten im Restaurant Paradies um die Ecke und dazu noch einen Muffin – die perfekte Kombination.

Leider gibt es viel zu wenig Lernplätze. Es gibt nur einen Lernraum in dem Gebäude der Inneren Medizin und einen in der Chirurgie. Außerdem sind die beiden Räume zeitlich nur begrenzt offen, was das Ganze noch zusätzlich erschwert. Aus  diesem Grund lerne ich meistens Zuhause oder in der UB. Bei schönem Wetter geht es zum Lernen dann aber auch mal in den Stadtpark.

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Fotos: Christine Ziegler, Laila Moscatiello und Jasmin Bergmann
Veröffentlicht am 31. Mai 2017

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