Im Podcast Unknown Queens erkunden Johanna und Eeva das Leben der Bauhaus-Fotografin Lucia Moholy von ihrer Geburt 1894 in Prag bis zu ihrem Lebensende 1989 in Zürich. An der Anerkennung als Foto-Technikerin und Künstlerin hat sie bis zuletzt gearbeitet. Denn der Bauhaus-Pionier Walter Gropius hat ihre Fotos für seine Karriere verwendet und ihre Credits verschwiegen.

Lucia Moholy wurde in einer jüdischen Familie in Prag geboren. Während des Ersten Weltkrieges emigrierte sie nach Deutschland. Dort arbeitete sie zunächst als Theaterkritikerin, Redakteurin und Lektorin in verschiedenen Verlagen und machte gleichzeitig eine Ausbildung zur Studiofotografin.

Über den ungarischen Künstler Laszlo Moholy-Nagy, den sie 1921 heiratete, kam Lucia Moholy ans Bauhaus in Weimar und Dessau. Ihre Fotografien aus dieser Zeit dokumentieren nicht nur Architektur und Design der Bewegung, sondern auch die Schaffenden hinter den Kulissen. Mit der politischen Übernahme der Nazis 1933 musste Lucia Moholy Deutschland verlassen. In London überlebte sie die Shoa. Ihre Flucht unterbrach ihre Karriere mit ungeahnter Dramatik.