Am 7.4.2026 sind die Kosten für ein Mensa-Essen in Freiburg für Studis um 35 Cent auf 4,25 Euro gestiegen. Der Preis für Beschäftigte stieg um 40 Cent, der Gästepreis um 45 Cent. Es ist nicht die erste Preiserhöhung in den Mensen des Studierendenwerks Freiburg (SWFR): Studierende der Technischen Fakultät Freiburg sammeln für die „Mensa-App“ seit Jahren Daten. Hier zeigt sich: Seit Juni 2018 sind die Durchschnittspreise um rund 60 Prozent gestiegen – von 2,63 auf 4,21 Euro. Das panierte Schweine- oder Gemüseschnitzel ist seitdem knapp 50 Prozent teurer geworden.

Ohne Subventionen wäre es noch mehr. Laut einem Instagram-Post des Freiburger Studierendenwerks vom 20.4.2026 liegt der tatsächliche Preis für ein Mensa-Essen bei 8,47 Euro. Etwa die Hälfte wird über Landeszuschüsse und andere Quellen finanziert.
Danil Pasquay sieht die gestiegenen Mensapreise kritisch. Für den Mitorganisator der Freiburger Studierendengruppe „Mensa für alle – Preise senken!“ sei der Gang in die Mensa mittlerweile Abwägungssache. Die Gruppe fordert, die aktuelle Preiserhöhung rückgängig zu machen, und plant deswegen, einen Antrag beim Studierendenwerk zu stellen.
Danil ist klar, dass die SWFR-Preise auch vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst abhängig sind. Der Finanzierungsbeitrag war für 2020 bis 2025 festgeschrieben – allerdings sind etwa Personal- oder Energiekosten stark gestiegen. Laut Geschäftsbericht des SWFR 2024 waren „Mieterhöhungen, Sozialbeitragserhöhungen und auch Preiserhöhungen im Gastronomiebereich unumgänglich“.
Für die Jahre von 2026 bis 2029 hat das Landesministerium einen neuen Zuschuss für Freiburg festgelegt – und der ist rund 22 Prozent höher. Insgesamt beläuft er sich auf rund vier Millionen Euro.
Nachbar Frankreich investiert mehr. Dort kosten Mensaessen seit dem 4.5.2026 flächendeckend nur noch einen Euro. Rund 50 Millionen Euro sind dafür im Haushalt 2026 festgeschrieben. Danil von der Studierendengruppe in Freiburg kommentiert: „Das zeigt, dass es möglich ist“. Er spricht von „Rechtfertigungen“.
Wie funktioniert das preiswerte Menü in Frankreich?
uniCROSS hat eine Mensa in Mulhouse besucht, in die Töpfe und auf die Teller geschaut.
Warum eine solche Maßnahme in Deutschland eher unwahrscheinlich ist, erklärt Sarah Schmied, Referatsleiterin Hochschulgastronomie beim Deutschen Studierendenwerk in Berlin.



