Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat die Entscheidung am Freitagnachmittag in Bonn bekanntgegeben. Insgesamt elf Universitäten und Hochschulverbände hatten sich beworben. Fünf haben den Titel bekommen. Neben Freiburg sind das die Universitäten in Köln und Jena, die Rhein-Main-Universitäten (Frankfurt, Mainz und Darmstadt) und das Ruhr Innovation Lab der Unis Dortmund und Bochum.
An der Universität Freiburg haben Mitarbeitende, Studierende und Gäste die Entscheidung im Livestream verfolgt. Rektorin Kerstin Krieglstein sagte in der Aula der Universität gegenüber uniCROSS, sie habe sich den Erfolg “innigst herbeigewünscht, aber nicht damit gerechnet”. Den Titel zu holen sei ihr Ziel gewesen, als sie im Oktober 2020 als Rektorin angetreten war. “Die Uni hat sich begeistern lassen”, sagt sie und betont: “Es ist das Ergebnis einer beeindruckenden Gemeinschaftsleistung.” Jetzt wolle die Uni Freiburg “jede Chance mit beiden Händen greifen.”

Für Holger Reinecke, Vorsitzender des Universitätsrats, sei dieser Erfolg “ein tolles Zeichen” für den Diskursraum, der Meinungsvielfalt ermögliche. Durch diese Auszeichnung könne die Universität Freiburg Antworten “in Zeiten von neuen Technologien und KI” finden. Reinecke erinnert sich an die Begehung der Gutachter im Juni und spricht von “Gänsehautfeeling”.
Exzellenzuniversitäten bekommen mehrere Millionen Euro für mindestens sieben Jahre. Die Förderung beginnt zum Jahreswechsel. Grundlage für die Freiburger Bewerbung waren zwei Exzellenzcluster an der Uni. Future Forests beschäftigt sich damit, wie Wälder an den globalen Wandel anpassen können. Der Cluster CIBSS erforscht, wie Zellen über biologische Signale miteinander kommunizieren.
Freiburg war bereits von 2007 bis 2012 Exzellenzuniversität. Danach verlor die Hochschule den Titel. 2019 scheiterte ein Versuch, ihn zurückzuholen. In Baden-Württemberg gibt es damit nun vier Exzellenzuniversitäten. Neben Freiburg sind das Heidelberg, Tübingen und das Karlsruher Institut für Technologie.
Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn gratulierte der Uni Freiburg. Der Titel sei “ein mega, mega, mega Zeichen der Unterstützung für unsere Stadt.” Davon profitieren laut Horn alle: die Stadt, die Gesellschaft, die Lehrenden und die Studierenden.

